Münchner Kunst- und Kulturschaffende gegen Rassismus,
Rechtsextremismus und Rechtspopulismus

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Infos zur Europawahl
gemeinsame Erklärung Münchner Kulturschaffender

Wir nehmen derzeit eine Zunahme des Rechtsextremismus und des islamfeindlichen Extremismus in München wahr.



· Im Kontext des NSU-Prozesses kommt es zu Übergriffen und Sachbeschädigungen gegen Initiativen und Kultureinrichtungen,

· aus dem rechtsextremen Milieu heraus erfolgen immer wieder Körperverletzungen,

· fast täglich wird bei Versammlungen und Infoständen im Stadtgebiet gegen Muslime und Demokrat/innen gehetzt,

· mit Flyer-Aktionen im Stadtgebiet versuchen Rechtsextreme an aktuelle gesellschaftliche Themen – beispielsweise hohe Mieten, Kindesmissbrauch, Jugendgewalt – anzuknüpfen und sich als soziale „Kümmerer“ darzustellen,

· Menschen, die sich gegen islamfeindlichen Extremismus engagieren werden an den (Internet-)pranger gestellt und mit Hassmails überzogen,

· demokratische Instrumente – beispielsweise die Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren – werden missbraucht, um demokratische Grundrechte wie die Religionsfreiheit zu untergraben,

· bei Veranstaltungen zum Rechtsextremismus oder islamfeindlichen Extremismus kommt es zu Veranstaltungsstörungen aus diesem Spektrum.



Diese Entwicklungen betreffen die gesamte Stadtgesellschaft. Daher positionieren wir uns als Kunst- und Kultureinrichtungen in der Landeshauptstadt München. Die Münchner Kunst- und Kulturszene ist geprägt von Menschen verschiedener Herkunft, Religion und kultureller Hintergründe. Dieser bunte Mix und diese offene Vielfalt bereichert uns alle.

Wir stellen uns gemeinsam gegen Versuche, bestimmte Bevölkerungsgruppen zu Sündenböcken für problematische gesellschaftliche Entwicklungen zu machen oder Teile der Stadtgesellschaft aufgrund eines Merkmals – beispielsweise ihrer Religion – auszugrenzen und zu diffamieren. Als Kunst- und Kulturschaffende sehen wir uns in der Verantwortung, mit den Mitteln von Kunst und Kultur Stellung zu beziehen und aufzuklären, über die oben genannten Versuche, das Klima in der Stadt zu vergiften und Menschenverachtung mithilfe moderner Feindbilder wieder attraktiv zu machen.



Wir stehen für das demokratische, weltoffene und multikulturelle München in dem respektvoll miteinander umgegangen wird.

Veranstaltungen

2014


April

19.03. – 27.04.2014


Deutsches Theater
MUSIKTHEATER


Zwei auf Grund ihrer ethnischen Herkunft verfeindete Gangs liefern sich einen Kampf mit tödlichem Ausgang. Die Geschichte der „West Side Story“ hat auch über 50 Jahre nach ihrer Uraufführung am New Yorker Broadway nichts an Aktualität verloren und schafft es auf einzigartige Weise einen ernsten Hintergrund mit großartiger musikalischer Unterhaltung zu verbinden.

Weitere Infos unter: http://www.deutsches-theater.de

Dienstag, 08.04.2014



MVHS, Bürgerhaus Römerschanz
VORTRAG


Ursprünglich als nationalsozialistische Musterwohnanlage für die leitenden Funktionäre der Münchner Parteikanzlei der NSDAP geplant, errichtete Martin Bormann vor den Toren der "Hauptstadt der Bewegung", auf dem heutigen Gelände des Bundesnachrichtendienstes in Pullach, seinen privaten Herrschaftssitz. Ab 1943 wurde die Anlage um das "Führerhauptquartier Siegfried" und den "Bunker Hagen" ergänzt. Der Vortrag erzählt die Geschichte der "Reichssiedlung Rudolf Heß". Wer waren die Bewohner der Siedlung? Welche Funktionen übten sie im NS-Staat aus? Wie erging es ihnen nach Kriegsende?
Vortrag von Dr. Susanne Meinl

Anmeldung bei der MHVS möglich unter der Veranstaltungsnummer BO 353G, Eintritt frei, www.mvhs.de

Donnerstag,10.04.2014




Residenztheater
THEATERSTÜCK


Am 29. August 2001 wurde Habil K. in seinem Obst- und Gemüseladen in München-Ramersdorf erschossen. Als Tatmotiv galt "organisierte Kriminalität".
Am 15. Juni 2005 wurde Theodoros B. in seinem Geschäft in München-Westend erschossen. Die Abendzeitung schrieb: "Eiskalt hingerichtet – das siebte Opfer. Türken-Mafia schlug wieder zu".
Die betroffenen Familien wurden nach den Morden von den Sicherheitsbehörden, Medien, aber auch von ihrem unmittelbaren Umfeld zehn Jahre lang zu Unrecht verdächtigt, Teil von mafiösen Strukturen zu sein. Statt trauern zu dürfen, wurden die Angehörigen selbst Ermittlungen und Schikanen ausgesetzt.

Für das Theaterprojekt sollen Personen und Mitarbeiter der Institutionen interviewt werden, die mit der Opferfamilie nach dem Mord zu tun hatten. Ein Polizist, der die Untersuchungen leitete, der Redakteur einer Zeitung, der über die Morde berichtete, ein Arbeitgeber, der nach dem Attentat Angst hatte, einen Angehörigen weiter zu beschäftigen, ein Lehrer, der die Tochter des Opfers in der Schule unterrichtet hat, Freunde, die die Familie bis heute begleitet haben.
Die Bandbreite an Reaktionen in der Gesellschaft und im Umfeld der Opfer soll eine künstlerische Entsprechung finden im Nebeneinanderstellen verschiedener und kontroverser Perspektiven auf ein und dasselbe Thema. Dabei werden die individuellen Biographien im Vordergrund stehen. Ausgangspunkt ist die dokumentarische Recherche von Christine Umpfenbach (zusammen mit der Soziologin Tunay Önder).
Begleitet wird diese Inszenierung durch Diskussionsveranstaltungen unter dem Titel „Alltag und Rassismus“.

Weitere Infos unter: http://www.residenztheater.de/inszenierung/urteile

Dienstag, 29.04.2014




MVHS, Gasteig, Raum 3.140
VORTRAG


Das Amt des Reichsschatzmeisters der NSDAP mit Sitz in München war eine der wichtigsten Institutionen des Deutschen Reiches: das Amt für Mitgliedschaftswesen verwaltete die mehr als neun Millionen Parteigenossinnen und -genossen, die Reichszeugmeisterei kleidete sie vom HJ-Dolch bis zur Uniform ein, ein Heer von Revisoren prüfte das reichsweite Finanzgebaren - vom kleinen Blockwart bis zum mächtigen Gauleiter. An der Spitze stand von 1925 bis 1945 der Münchner Verwaltungsbeamte Franz Xaver Schwarz - ein Mann, dem der Ruf eines unbestechlichen Parteifunktionärs voranging.
Der Vortrag stellt die Person und das Amt vor und zeigt anhand ausgesuchter Einzelfälle Anspruch und Wirklichkeit dieser Institution auf.

Anmeldung bei der MHVS möglich unter der Veranstaltungsnummer BG 349, Eintritt frei www.mvhs.de

April 2014


Färberei, KJR-M
JUGEND-WORKSHOPS


Johannes Brechter gründete im Juni 2012 in Dordrecht, Niederlande, im Rahmen einer zweijährigen, internationalen Ausstellungstournee der niederländischen Künstlerinitiative Noordkaap die „Plastic People Party“ (PPP). Dabei geht es verstärkt um den europaweiten deutlich spürbaren Rechtsruck und was sich Jugendliche für ihre Stadt, ihr Land und Europa wünschen. Die Parteimitglieder und deren Programm wurden von den Dordrechter Jugendlichen aus Plastikabfall entworfen. Mit einem Lastenfahrrad besuchte er Stadtviertel-Straßenfeste, um mit den Jugendlichen vor Ort in einem Workshop die Mitglieder der "PPP" aus recycelten Materialien zu bauen. Im Stoptrick-Verfahren erweckten die Jugendlichen ihre Parteimitglieder zum Leben um ihre Meinungen zu artikulieren.
Im April 2014 gründet der Künstler Johannes Brechter die "PPP" auch in München. Der nächste Schritt ist ein Treffen von Vertretern der “PPP” aus beiden Ländern, um sich über Ziele auszutauschen und gemeinsam eine, wenn auch fiktive politische Allianz, zu schmieden. Der Künstler Johannes Brecher wird hierzu in beiden Ländern Workshops durchführen in denen die politischen Vertreter der Jugendlichen, die "Plastik People" sich in Skype Konferenzen und mittels Videobotschaften austauschen und so an einem bilateralen Abkommen arbeiten können. Das gesamte Projekt - Animationsfilm und Figuren der Jugendlichen - wird Anfang 2015 in Ausstellungen in Dordrecht und München gezeigt. Eine Partei mit Mitgliedern aus den Niederlanden und Deutschland, das ist selbst den größten Rechtspopulisten der jeweiligen Ländern Michael Stürzenberger und seinem Idol Geert Wilders nicht geglückt. Das Projekt Plastic People Party ist ein Gemeinschaftsprojekt der Färberei und des Multikulturellem Medienzentrum im Westend, Kreisjugendring München-Stadt und der Künstlerinitiative Noordkaap.

www.diefaerberei.de/

April 2014


Münchner Stadtbibliothek und Münchner Volkstheater
LESUNG FÜR SCHULKLASSEN


Lesung von den Sadinam Brüdern mit anschließendem Gespräch für Schulklassen

Bewegend wie ein Roman erzählt UNERWÜNSCHT von der Suche nach Heimat und Freiheit und dem Wunsch, dazuzugehören. Es ist die Geschichte eines Flüchtlingsschicksals – vor allem aber eine so noch nicht gelesene Parabel über Brüderlichkeit, Mut und Menschlichkeit.

Mai


Samstag, 03.05.2014


Münchner Volkstheater
AUSSTELLUNG UND PERFORMANCES


In einer bislang einzigartigen Kooperation mit der SKR Galerie München wird auf der Bühne des Münchner Volkstheaters eine Ausstellung konzipiert, die sich in Werken aus den Bereichen der bildenden Kunst, Fotografie- und Videokunst sowie in Performances verschiedener Künstler auseinandersetzt mit dem Thema der so genannten "entarteten" Kunstausstellung im München der 30er Jahre. Kurator Anton Ehrlichmann erforscht hier das Spannungsfeld zwischen Theater und Galerie, zwischen Schauspiel und Performance und hinterfragt die Möglichkeiten einer Kunstausstellung, eine alternative Realität herzustellen.

Weitere Infos unter: https://www.muenchner-volkstheater.de/spielplan/premieren/ein-projekt

Dienstag, 06.05.2014



Rathaus, Marienplatz, Großer Sitzungssaal
PODIUMSDISKUSSION


Fachstelle gegen Rechtsextremismus / MVHS / Evangelische Stadtakademie / BayernForum

Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung ist rund die Hälfte der Befragten in acht europäischen Staaten der Ansicht, es gebe zu viele Zuwanderer in ihrem Land. Rund ein Drittel glaubt an eine natürliche Hierarchie zwischen Menschen unterschiedlicher Rassen. Im Vorfeld der Europawahl versucht der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders ein Bündnis mit EU-Skeptikern zu schmieden, um euroskeptische, rechtspopulistische Positionen im EU-Parlament zu stärken.
Wie stark sind rechtspopulistische Ansichten in den einzelnen europäischen Ländern verbreitet? Lässt sich eine gemeinsame Tendenz erkennen? Welche Rolle werden rechte Parteien bei der Europawahl spielen? Wie reagieren die einzelnen europäischen Staaten? Lässt sich eine gemeinsame Gegenstrategie entwickeln?
Auf dem Podium:

Dr. Werner T. Bauer, Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung
Prof. Dr. Katrine Fangen, Department of Sociology and Human Geography, Universität Oslo (angefragt)
Pascal Thibaut, Radio France International
Moderation: Anna-Lena Koschig

Anmeldung ausschließlich bei dem BayernForum Tel: 089 51555240, Eintritt frei

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Neue Dimensionen des Rechtsextremismus“

Mittwoch, 07.05./ Donnerstag, 08.05.2014




Münchner Volkstheater
FILMVORFÜHRUNG UND DISKUSSION


Dokumentarfilm von Thomas Kuban und Peter Ohlendorf

Mehrere Jahre lang hat der Journalist Thomas Kuban undercover in der deutschen und europäischen Nazi-Szene recherchiert und über 40 Rechtsrock-Konzerte mit versteckter Kamera gefilmt. Seine Aufnahmen dokumentieren ein erschreckendes Ausmaß an Radikalität und Gewaltbereitschaft. Kuban musste dabei immer wieder feststellen, dass Behörden und politisch Verantwortliche eher dazu tendieren wegzusehen und zu verharmlosen, statt sich engagiert gegen Nazis einzusetzen. Er dokumentiert aber auch erfolgreiche Gegenwehr.
Im Anschluss an die Vorführung steht Peter Ohlendorf, der Regisseur des Films, für eine Diskussion zur Verfügung.

Anmeldung unter: kasse@muenchner-volkstheater.de oder 089/ 5234655, Eintritt frei.

Für diese Veranstaltung gilt der folgende Einlassvorbehalt: „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Samstag, 10.05.2014



Odeonsplatz
LESUNG GEGEN DAS VERGESSEN


Zum 81. Jahrestag der NS-Bücherverbrennung durch Professoren und Studenten am 10. Mai 1933 werden wieder in ganz Deutschland Texte aus den damals verbrannten Büchern vorgelesen, so in München u.a. am Odeonsplatz. Jeder ist eingeladen, mit zu lesen.
Initiator der Lesung am Odeonsplatz: Gerhard Schmitt-Thiel; Unterstützer: Mohr-Villa Freimann,
Paul Klinger Künstlersozialwerk, Kulturreferat LHM

Darüber hinaus findet zwischen 10.00 und 18.00 Uhr mit Beteiligung der Münchner Kammerspiele die mehrstündige Lesung „München liest aus verbrannten Büchern“ auf dem Königsplatz statt, die der Münchner Künstler Wolfram P. Kastner (Institut für Kunst und Forschung) immer wieder initiiert.

Weitere Infos unter: www.buecherlesung.de oder www.mohr-villa.de/programm/lesungen/

Samstag, 10.05.2014



Mohrvilla
KONZERT


10 Jahre Slowakische Republik in der EU. Mit den slowakischen Musikern Pavol Hammel und Juraj Burian. Anlässlich dieses Jahrestags kommt Pavol Hammel 2014 in die Mohr-Villa.
Pavol Hammel ist ein musikalisches Allroundtalent als Sänger, Gitarrist, Komponist und Produzent.
Bei seinem Konzert begleitet ihn Juraj Burian auf der Gitarre.

Eintritt: 15€, Studenten 10€, Kinder 7€
Mohr-Villa, Situlistr. 73, Räume des Sommertheaters, Freimann (U6)
Info und Kartenvorbestellung: Viera Horch, Tel.: 089 - 88 23 23
Der Bühnenraum des Sommertheaters ist unbeheizt, bitte warme Kleidung nicht vergessen.

Veranstalter ist der Slowakisch-deutsche Kulturklub München e.V. Schirmherrin ist die Generalkonsulin der Slowakischen Republik, Frau Veronika Lombardini. Außerdem werden sie vom Ausländerbeirat München unterstützt.

Weitere Infos unter: www.mohr-villa.de/programm

Samstag, 17.05.2014




St.-Pauls-Kirche München
FILMVORFÜHRUNG UND PERFORMANCE


Der Fachbereich Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising bemüht sich um den Dialog von Kunst und Kirche auch mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Themen und Fragestellungen.

Im Rahmen der Langen Nacht der Musik in München am Sa., 17.05.2014 bringt der Fachbereich Kunstpastoral daher eine Performance zum Stummfilm „Nathan der Weise“ von Manfred Noa zur Aufführung. Das 1922 von Manfred Noa verfilmte Drama von Lessing ist Aufruf zur Toleranz und zum „Wettstreit in Menschlichkeit“ zwischen den abrahamitischen Weltreligionen.
Der von den Nationalsozialisten bekämpfte Stummfilm galt nach dem Zweiten Weltkrieg als verschollen, wurde erst 1996 in einer einzigen Fassung in Moskau wiederentdeckt, restauriert und 2006 wieder veröffentlicht. In dieser Performance erfolgen unterschiedliche Annäherungen:
20.00 – 23.00: Zur Filmsequenz mit der Ringparabel und deren Neuvertonung entwickeln Lisa Krämer, Marlene Withalm und Michelle Kasper eine Tanzchoreografie. In Arvo Pärts „Salve Regina“ wird die höhere Macht angerufen, weil die Menschen feststellen, dass sie allein aus eigener Kraft nicht zur Eintracht fähig sind (Annabell von Arnim, Sopran; Andrea Basten, Sopran; Bettina Ulrich, Mezzosopran; Adrian Sandu, Tenor; Klaus Basten, Bass).
Ab 23.00: Der ganze Film wird in neuer Vertonung gezeigt: Andreas Höricht, Bratsche; Axel Nitz, Saxophon und Windcontroller; Jost Hecker, Cello; Peter Gerhartz, Orgel u. Synthesizer.
Ende 1.00 Uhr

St.-Pauls-Kirche München, St.-Pauls-Platz 11, 80336 München

Weitere Infos unter: http://www.erzbistum-muenchen.de/Pfarrei/Page010890.aspx

Freitag, 23.05.2014



Münchner Kammerspiele, Spielhalle
EUROPÄISCHE KÜNSTLER IM GESPRÄCH


In vielen Ländern Europas sind Rechtspopulismus und Renationalisierungsbestrebungen auf dem Vormarsch. Nur mit einer gemeinsamen Idee von Europa kann dies verhindert werden. Kurz vor der Europa-Wahl wollen wir in einer Podiumsdiskussion die rechtspopulistischen Tendenzen, die sich zur Zeit entwickeln, in den Fokus nehmen, deren Auswirkungen auf die künstlerische Arbeit thematisieren, und über mögliche Gegenstrategien sprechen.

Mit Andrew Makkinga, Milo Rau, Johan Simons u.a.
Moderation: Zündfunk, Bayerischer Rundfunk

Veranstalter: Münchner Kammerspiele, in Zusammenarbeit mit Zündfunk

Weitere Infos unter: http://www.muenchner-kammerspiele.de

Montag, 26.05.2014





Residenztheater
THEATERAUFFÜHRUNG UND DISKUSSION


Theateraufführung „Urteile“
Ein dokumentarisches Theaterprojekt über die Opfer des NSU in München

Weitere Infos unter: http://www.residenztheater.de/inszenierung/urteile

Diskussion „Alltag und Rassismus: Staat“
An diesem Abend untersucht die Diskussion das Verhalten von Staat und Polizei im Kontext der NSU-Morde und fragt nach Leerstellen und Strukturen, die das Versagen der Sicherheitsbehörden möglich gemacht haben. Wie wurden rassistische Hintergründe aufgedeckt? Warum ist die diskriminierende Verwendung von Zuschreibungen wie ethnische Zugehörigkeit, phänotypische Merkmale, nationale Herkunft als Grundlage für polizeiliche Identitätskontrollen und Durchsuchungen ohne konkreten Beweis gängige Praxis? Wer fühlt sich sicher und wer beschützt wen und warum?

Es diskutieren: Angelika Lex, Mitra Sharifi Neystanak, Azar Mortazavi
Moderation: Ina Krauss, Bayerischer Runfunk

Veranstalter: Residenztheater, Bayerischer Rundfunk, Fachstelle gegen Rechtsextremismus

Dienstag, 27.05.2014



Münchner Kammerspiele, Spielhalle
REVUE


Rechtspopulistische Gruppierungen und Einzelfiguren, die sich teilweise sehr bürgerlich geben, drängen mit Infotischen, Unterschriftenkampagnen und provokanten Aktionen und Plakaten in den öffentlichen Raum; im zeitlichen Umfeld des NSU-Prozesses in München ereignete sich eine Serie von rechten Attacken auf Einrichtungen und engagierte Einzelpersonen; und nicht zuletzt sorgt der Erfolg von Thilo Sarrazins kruden Thesen dafür, dass immer häufiger und unverhohlen rassistische und islamfeindliche Vorbehalte und Ansichten öffentlich geäußert werden – frei nach dem Motto: „Das wird man wohl doch noch sagen dürfen!“
Ein bequem-ungemütlicher Revueabend über die schleichende Normalisierung extrem rechter Tendenzen in der sogenannten Mehrheitsgesellschaft und über den Nazi in jedem von uns.

Mit Erwin Pelzig, Ecco Meineke, Ensemble der Kammerspiele u.a.

In Kooperation mit: Die Färberei (KJR München Stadt), Bayerischer Flüchtlingsrat,
Fachstelle gegen Rechtsextremismus
Gefördert durch: Jugendkulturwerk, Sozialreferat der Landeshauptstadt München
Im Rahmen von „Kunst und Kultur für Respekt“ & „Gemeint sind wir Alle!“

Weitere Infos unter: http://www.muenchner-kammerspiele.de

Noch ohne Datum im Jahr 2014



LESUNG MIT DISKUSSION


Pasinger Fabrik, Münchner Stadtbibliothek, Fachstelle gegen Rechtsextremismus
Lesung mit anschließender Diskussion


HATE POETRY


Eine Kooperationsveranstaltung von Münchner Stadtbibliothek, Münchner Volkstheater & Pasinger Fabrik.

Auf der Veranstaltung „Hate Poetry“ zitieren und kommentieren die drei Journalisten ihre schlimmsten Drohmails, krassesten Schimpfbriefe und andere nicht nett gemeinte Zuschriften, die sie im Laufe ihrer Arbeit von ihren liebsten und deutschesten Lesern erhalten hatten. Doch es handlet sich nicht um eine klassische Politveranstaltung, sondern eine große Show. Die drei Journalisten tragen die Texte mit großem schauspielerischem Einsatz vor und bieten so dem Publikum zwei Stunden beste Unterhaltung.


Münchner Stadtbibliothek
INFORMATIONEN FÜR SCHULKLASSEN


Infoveranstaltungen zielgruppengerecht zum NSU-Prozess für Schulklassen (angefragte Kooperation: Fachstelle Rechtsextremismus München (firm) und Jugendkulturwerk München (Sozialreferat München)).


Färberei, KJR-M
REVUE


„Pastinaken Raus!“, eine Ausstellung der Färberei (KJR München-Stadt), konzipiert von Matthias Weinzierl, zeigte, wie es möglich ist, sich ernsthaft auf kritisch vergnügliche Weise mit dem Thema Rechtspopulismus und –extremismus auseinander zu setzen. Dabei haben wir sehr unterschiedliche, aber durchwegs eindringliche Reaktionen bei unserem Publikum hervorgerufen. Diese Eindrücke und Erlebnisse sowie aktuelle Begebenheiten rechter Übergriffe münden nun in Die große ReRuReRü Revue – zusammen mit einem überregional sehr bekannten Kabarettisten, Schauspielern und Musikern sorgen wir für einen unterhaltsamen und verstörenden Abend, der die Zuschauer vielleicht etwas überrascht, im günstigsten Fall provoziert und vielleicht auch irritiert, aber auf keinen Fall in eine lähmende Betroffenheit versetzen soll.

Weitere Infos unter: Weitere Infos unter: www.diefaerberei.de/


Hinweis: Für sämtliche Veranstaltungen gilt der folgende Einlassvorbehalt: „Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zuritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“

Bitte bei Hinweisen auf die Veranstaltungen und Versammlungen im Rahmen der Kampagne immer diesen Einlassvorbehalt mit abdrucken.
Impressum
Fachstelle gegen Rechtsextremismus / Rathaus
Marienplatz 8 / 80331 München
E-Mail: fgr@muenchen.de

Gestaltung und Umsetzung:
Umwerk / Dreimühlenstraße 26 / 80469 München / www.umwerk.de

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